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Eintauchen in «versteckte Welten»

Lesungen müssen nicht unbedingt langweilig sein. Das hat die Langendörfer Autorin Monika Aeschlimann am Samstag in der Zentralbibliothek Solothurn bewiesen, wo sie ihren ersten Fantasyroman «Versteckte Welten. Die Macht des Elixiers» vorgestellt hat. Die Lust auf mehr ist geweckt…

Wer gut schreibt, kann noch lange nicht gut vorlesen. Deshalb sind Lesungen eigentlich nicht mein Ding, zu oft habe ich mich dabei tödlich gelangweilt. Der Einladung in die Zentralbibliothek Solothurn bin ich nur gefolgt, weil eine der Autorinnen in der Region wohnt: Monika Aeschlimann aus Langendorf hat ihr Erstlingswerk «Versteckte Welten. Die Macht des Elixiers» präsentiert, ein «spannender Roman für Jugendliche und fantasievolle Leser». Man merkte sofort, wie viel Herzblut in diesem Buch steckt, das sie übrigens auch selber illustriert hat. Beim Lesen wirkten die Figuren des Fantasyromans extrem lebendig, den Zuhörerinnen und Zuhörern im proppenvollen Lesesaal der «Zenti» wurde gute Unterhaltung geboten.

Die Handlung spielt in der Umgebung eines mysteriösen Jugendheims bei Balm bei Günsberg, wohin der sechzehnjährige Waisenjunge Jeremain Cooper von seiner lieblosen Tante abgeschoben wird. Schon in der ersten Nacht geschieht Unheimliches: Jeremain und seine neuen Freunde werden in ein aufregendes Abenteuer gezogen. Mehr sei nicht verraten, denn es gibt nichts Öderes als ein Buch zu lesen, von dem man den Inhalt schon kennt. Auch die Autorin hat es an der Lesung geschickt geschafft, die Spannung aufrecht zu erhalten: Sie schloss ihren Vortrag mit dem ersten Satz des Kapitels «Die magische Pforte»: «Ein Schritt nur,… und Jeremain war in einer völlig anderen Welt». Die Lust auf mehr war bei den Zuhörern definitiv geweckt.

Monika Aeschlimanns Buch ist im kleinen Landtwing Verlag aus Zug erschienen, der bei der Lesung in Solothurn eine weitere Autorin vorstellte: Bernadette Schaller mit ihrem Kinderbuch «Flori & Nori, die Zwillingszwerge», einem Erzählband mit 12 schön illustrierten Kurzgeschichten.

Beide Autorinnen dankten der Verlegerin Ursula Landtwing, da sich «die Verlage nicht gerade um die Erstlingswerke von Autoren reissen», wie Monika Aeschlimann aus eigener Erfahrung weiss. Die 47-jährige Langendörferin hat ihr Buchprojekt bereits vor fünf Jahren gestartet, das Manuskript war in erstaunlichen sechs Monaten geschrieben. Der erste Lektor war ihr damals 16-jähriger, ältester Sohn Lars, der die Geschichte «verschlungen» und seine Mutter ermutigt hat, es an die Verlage zu schicken. Bis einer «angebissen» hat, ist einige Zeit vergangen…

Infos unter: www.landtwing-verlag.ch

 

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