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Vielfältige Schweizer Gärten

Während es draussen nass und kühl ist und der farbenfrohe Frühling eine kleine Pause macht, füllt sich im Wallierhof in Riedholz der Saal. Viele Gartenfreunde finden den Weg in die Landwirtschaftliche Schule. So viele, dass noch mehr Tische und Stühle geholt werden müssen.

Vorne auf der Bühne steht Sarah Fasolin. Sie ist Gartenjournalistin und für diverse Zeitschriften in den Schweizer Gärten unterwegs. Als sie vor ein paar Jahren in Grossbritannien auf einer Garten-Tour war, ausgestattet mit einem Gartenführer, fiel ihr auf: «So was könnte ich in der Schweiz auch brauchen.» Zurück in der Schweiz, machte sie sich auf die Suche. Es gab Bücher über die Flora in der Schweiz, es gab Bücher, die einzelne Gärten vorstellten, aber es gab keinen Reiseführer. Also war für sie klar: «Dann mache ich eben so einen Reiseführer.» Sie kontaktierte Amtsstellen, Gartenvereine, surfte auf Garten-Foren im Internet und wühlte sich durch Bücher. Nach und nach wuchs die Liste sehenswerter oder empfohlener Gärten in der Schweiz auf 600 Stück. Nach und nach sondierte sie aus, bis nur noch 360 übrig blieben. Und 300 davon hat sie schlussendlich in ihrem Buch «Garten Reiseführer» porträtiert.

Acht Monate lang reiste sie kreuz und quer durch die Schweiz. Besuchte öffentliche Parkanlagen, Schlossgärten, klopfte bei Privatpersonen an – und entdeckte unterwegs weitere, unerwartete Bijoux. Sie war im Flachland unterwegs, aber auch in Alpengärten. Manche Gärten überzeugten auf den ersten Blick, bei anderen musste sich Sarah Fasolin in die Geschichte des Gartens einlesen, um die Schönheit hinter zum Teil Unscheinbarem zu verstehen. Einen Bibelgarten entdeckte sie, einen Schattengarten im Berner Mattequartier, moderne Gärten, barocke Gärten.

Von den 300 vorgestellten Gärten befinden sich 17 im Kanton Solothurn. Auch hier ist die Bandbreite riesig: vom privaten Lavendelgarten in Schönenwerd über den Schaugarten im Wallierhof bis zum Schlossgarten auf Schloss Wartenfels in Lostorf oder dem Park Hinter-Bleichenberg in Zuchwil (Foto oben) – jeder ist ein Besuch Wert.

Ob man nun Sarah Fasolin bei ihrem Vortrag im Wallierhof zuhört oder im Reiseführer schmökert: man stellt sich in Gedanken schon die erste Reiseroute zusammen. 300 in acht Monaten werdens wohl kaum sein, aber eins ist klar: «Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe.»

Infos: www.gartentexte.ch

 

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