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Musikalisches Zuckerstück

Der Openair- und Festival-Sommer 2015 ist in vollem Gang. Trotzdem: zmitz-Blogger Fabian Gressly freut sich schon mal auf April 2016.

Es gibt wenige Frauen, für die ich mich ein Jahr im Voraus festlegen würde. Die eine ist meine Frau. Die andere, die kenne ich eigentlich schon viel länger als sie. Und mit ihr habe ich – das wusste ich Mitte Juni schon – am 28. April nächsten Jahres wieder mal ein Date. Und ich freue mich darauf. 

Es war in letzter Zeit nicht immer ganz einfach mit ihr. Sie hat mich ein paar Mail ein bisschen versetzt und vielleicht habe ich darauf etwas gekränkt reagiert. Habe sie ein bisschen verstossen, wollte nicht zu viel von ihr wissen und hören. Aber so kommt es halt, wenn man sich nicht an das hält, was man so gut kann…

Es begann mit einer vorpubertären Jugendliebe. Wer konnte der blonden Mähne, dem selbstbewussten Auftreten und dem Sax schon widerstehen. Candy Dulfer hatte mich im Sack. Und sie hat mir die ewig anhaltende Liebe zum Funk geschenkt (mit seither vielen anderen, aber eine Einstiegsdroge brauchte man ja mal. Und mit diesen vielen anderen stand sie ja in Projekten im Studio) Wir haben gemeinsam Stunden verbracht – vornehmlich in der sonnig-warmen Jahreszeit. So, wie jetzt. «Lily was here» mit Dave Stewart (Eurythmics) oder aus einem Filmsoundtrack «Donja» begleiteten mich 1991, als ich auf dem Balkon meines Elternhauses unter der Sommersonne döste. Seither kamen «Sax-a-go-go», «For The Love Of You» und viele mehr. Ich habe sie alle, die CDs. Und ich höre sie immer wieder gern.

Klar, man entfremdet sich in dieser Zeit, in 25 Jahren, auch mal. Ich hab mich ab Elektro-Mix-Gesülze wie auf dem Album «Right In My Soul» von 2003 genervt. Oder dass sie mit «Girls Night Out» und «What Does It Take» 1999 zwei nahezu deckungsgleiche Alben rausbrachte. Aber die inzwischen 45-Jährige hat wieder zu dem zurück gefunden, was sie so einzigartig macht: guten, sauberen Funk. 2009 mit «Funked Up & Chilled out» wieder. Den spielte sie schon in Zeiten, als Mark Ronson noch nicht Bruno Mars featurte oder Seven noch nicht mal Musik machte. Und sie hatte zum Beispiel auch den lange musikalisch irrlichternden Prince auf «Musicology» 2004 für mich wieder hörbar gemacht.

Eben: Die Konzerte. An ihnen ist man sich immer mal wieder begegnet. Und es waren von den besten Konzerten, die ich je erlebt habe. Am 14. Juli 2000 am Montreux Jazz Festival zum Beispiel. Das weiss ich noch genau, weil es damals den Franzosen auf der anderen Seeseite das Nationaltags-Feuerwerk verschiffte. Oder am 2. Dezember 2004 (gut, das habe ich gegooglet) im Metro Olten. Und jetzt eben am 28. April 2016 im «Kofmehl». Ich freue mich. Wir wurden beide älter, aber der richtige Rhythmus im Ohr macht uns wieder jung.

Auf der Website der Kulturfabrik Kofmehl gibts Details zum Konzert und bei Starticket den Vorverkauf.

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