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Magie am Landhausquai

Manchmal sind es die kleinen und feinen Momente, die einen glücklich machen. So geschehen am Samstagabend am Landhausquai.

Rita Braga, die portugiesische Musikerin und Sängerin, wartete draussen vor dem Am Quai auf ihren Auftritt. «Mein Hals...», sagt sie, «ob ich wohl singen kann?» Es ist kühl, aber angenehm. Am Landhausquai wimmelt es von Leuten. FCS-Fans mischen sich mit Schönheiten der Nacht. Die Stimmung ist schon früh recht ausgelassen.

Um 21 Uhr zieht Rita Braga ihren Pulli aus, holt ihre Ukulele und stellt sich hinters Mikrofon auf der kleinen Bühne im Freien. Sie wirkt etwas unsicher. Erzählt auf Englisch, dass sie die Musik der 20er-Jahre mag - und spielt los. Ihrer Stimme merkt man nichts von Halsschmerzen an. Sie singt auf Englisch, Russisch, Brasilianische, Portugiesisch - nein, das ist nicht dasselbe - und sogar auf Deutsch. Bummelnde Leute bleiben stehen, hören zu. Rita Bragas Auftritt fasziniert. Längst nicht alle - mich aber schon. Einfach so da zu stehen, mit einer Ukulele und Lieder zu singen, wie man sie nicht im alltäglichen Radio-Alltags-Mainstream-Gedudel zu hören kriegt, braucht Mut - und Hingabe.

Gerade als sie von «Carneval» singt, taucht eine männliche Polterabend-Gruppe auf. Mit einem Leiterwagen, der zu einem Piratenschiff umgebaut worden ist. Als die Jungs stehen bleiben und Feuer spucken, muss Rita Braga lachen. Mit der Wärme des Feuers taut sie merklich auf. Nach 45 Minuten ist das Konzert vorbei. «Sorry, mein Repertoire ist noch nicht so gross», entschuldigt sich die kleine Portugiesin.

Nach dem Konzert macht DJ El Pussycat Musik. Rita Braga beobachtet die tanzenden Leute, denkt zurück an die Feuer spuckenden Polterer und meint: «Die spinnen, die Schweizer!» Sagts und tanzt mit.

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