Im Kultürchen, dem zmitz-Adventskalender, schauen wir dieses Jahr mal auf die Jungen in der Kultur. Wie sind sie zu dem gekommen, was sie machen? Und wieso machen sie das? Heute fragt zmitz nach bei Videokünstlerin Lisa Leudolph. Sie arbeitet derzeit (auch) für die Solothurner Filmtage.

Wer bist du, was machst du?
Lisa Leudolph: Lisa Leudolph, geboren 1990 in Niederbipp. Ich bin selbstständige Vdeokünstlerin/Visual Artist unter dem Pseudonym Lisa Laser und bin Teil des Kollektiv Packungsbeilage. Zusätzlich arbeite ich Teilzeit für die Solothurner Filmtage in den Bereichen Lohnwesen und Publikationen und für das von den Filmtagen initiierte Projekt filmo.ch bin ich Production Manager.

Was wolltest du mal werden?
Leudolph: Als Kind war immer Modedesign mein Traum. Ich verbrachte viel Zeit bei meiner Grossmutter und blätterte durch ihre «Vogue»-Sammlung. Die ausgefallenen Modeschöpfungen begann ich nachzumalen und schon bald zeichnete ich eigene kleine Kollektionen.

Wie sieht dein kulturelles Engagement genau aus – und kannst du davon leben?
Leudolph: Meine Aufträge als Visual Artist sind aufgrund der aktuellen Lage gleich null. Aber mit der Arbeit für die Filmtage und für filmo.ch halte ich mich finanziell gut über Wasser.

Wie sieht dein kultureller Werdegang aus?
Leudolph: 2010 Gestalterischer Vorkurs in Biel. 2013 Abschluss Bachelorstudium in Design, Vertiefung Animation 2D, an der Hochschule Luzern, danach verschiedene Mandatsjobs bei der WoZ, den Solothurner Filmtagen, beim Fantoche Festival und bei Swiss Films. Seit April 2020 Festanstellung bei den Filmtagen und filmo.ch.

Womit beschäftigst du dich aktuell?
Leudolph: Bei den Filmtagen arbeiten wir mit voller Power an den neuen Herausforderungen des hybriden Online- und Vor-Ort-Festivals. Bei filmo.ch bereiten wir gerade die 8. Staffel mit 10 Filmklassikern vor, welche wir im Februar 2021 veröffentlichen.

Wo siehst du dich in 20 Jahren kulturtechnisch?
Leudolph: Ich plane nicht so weit voraus 🙂

Welche Kulturanlässe besuchst du selber in deiner Freizeit?
Leudolph: Film- und Musik Events, Kunstausstellungen und Kino.

Von welchem Erlebnis wirst du mal deinen Enkeln erzählen?
Leudolph: Da gibt’s viele lustige, peinliche und spannende Geschichten…

Und welche Erinnerung möchtest du am liebsten verschweigen?
Leudolph: Dass ich mal für nur 4 Tage nach New York gereist bin, um dort eine Visual Show für einen Event zu machen… #Umweltsünde

Was wolltest du schon immer mal machen, hast dich aber nicht getraut?
Leudolph: Ich behaupte mal: Was ich wirklich will, wage ich auch zu tun.

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