Noch bis 8. Januar kann in der Reithalle Solothurn die Ausstellung «Leonardo da Vinci» besucht werden. zmitz-Blogger Roland Müller schreibt in seinem ersten Blog-Beitrag wie ihm die Ausstellung gefallen hat.
Leonardo da Vinci wurde am 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci (ca. 30km entfernt von der italienischen Stadt Florenz) geboren und starb am 2. Mai 1519 auf Schloss Clos Lucé in Amboise (Frankreich). Er war Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Arzt, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Dank all seinen Talenten wird er allgemein als Genie des Spätmittelalters oder der Renaissance bezeichnet.
In der Reithalle wird das Leben und Werk Leonardos mit über 150 interaktiven Exponaten, Videofilm und Gemäldekopien gezeigt. Dazu kann man auf unzähligen Skizzen seine genialen Erfindungen bewundern.
Nach Hongkong, Peking, Dubai, Melbourne, Johannesburg, Sydney, Taipei, San Francisco, Venedig, Madrid, Wien, Brüssel, Warschau, Amsterdam u.v.m., ist die Ausstellung nun auch in Solothurn zu sehen:
Folgt man dem Wegweiser, so kommt man gleich nach der Kasse beim Souvenirstand und dem Bistro vorbei. Nach dem Bestaunen verschiedener Objekte gelangt man zum Video, anschliessend hat man die Wahl: entweder zuerst die verschiedenen Gemälde oder weitere Objekte anzusehen.
In der 2. Hälfte der Halle hat es wiederum unzählige der über 50 nach seinen Plänen nachgebauten Maschinen. Der auf Stellwänden dargestellte Lebenslauf trennt sie von den Flugobjekten.
Nach etwa 1 Stunde hat man das Wesentliche gesehen und fachmännisch diskutiert. So verlässt man die Ausstellung mit vielen Denkanstössen, beeindruckt in der Gewissheit, dass Leonardo der Zeit weit voraus und wirklich ein Universalgenie der Superklasse war.
Besonders toll ist in der Ausstellung, dass viele Exponate mechanisch ausprobiert und so in ihrer Funktion gut verstanden werden können. Die Menge des (Über-)Angebots beansprucht aber die Konzentration auf das einzelne Exponat; man will ja alles gesehen haben. Mit der Beleuchtung, dem wenig aktiven Personal und dem Ausstellungsangebot bewertet meine 4-köpfige Gruppe die Ausstellung mit 7 von 10 Punkten.
Wen’s interessiert, der hat noch bis am 8. Januar 2016 Zeit, sich selber ein Bild zu machen.