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Das Museum Altes Zeughaus ist für Heimbesuche gerüstet

Wenn die Frühlingssonne die dicken, vom langen Winter unterkühlten Zeughausmauern wärmt, wäre eigentlich ein Besuch im Museum Altes Zeughaus angesagt. Geht dank Corona nicht? Geht trotz Corona doch! Bequem von zu Hause.

Im Frühling ist das Museum Altes Zeughaus eigentlich jeweils ein beliebter Ausflugsort. Eigentlich, denn nun müssen wir ja drin bleiben. Und selbst wenn wir rausgehen würden (untersteh dich!), stünden wir vor verschlossenen Türen. Das Alte Zeughaus ist bis auf weiteres geschlossen. Den Museumstag kann man sich wohl auch abschminken…

Zum Glück haben etliche Museen in letzter Zeit angefangen, ihre umfangreiche Sammlung auch online zugänglich zu machen. Im Fall des Zeughauses war das vermutlich ursprünglich gedacht, um Fachkundigen das vorhandene Wissen zu bieten, wenn sie für Forschungen und Expertisen recherchieren. Aber selbst wir Laien werden, zu Hause eingeschlossen, kreativ und nutzen das Angebot.

Auf den ersten Blick ist es – transferiert man die online-Sammlung auf Ausstellungsräumlichkeiten – als würde man im Foyer mit dem Wichtigsten abgespeist. Das ist bisschen schaden, denn das Museum Altes Zeughaus hätte doch so viel Spannendes zu bieten. Dort jedenfalls, wo die Sammlung per Web angepriesen wird, werden einem erst mal nur ein paar Highlights der Ausstellung geboten. Sieben Rüstungselemente, sechs Säbel, Dolche und Schwerter, fünf Hellebarden und ein Morgenstern, sechs Pistolen, Musketen und Büchen, bisschen Artillerie-Material, eine Handvoll Standarten, Uniformen und weitere Gegenstände.

Spannender wirds, wenn man den unscheinbaren Link «Suche» anklickt. Denn nun eröffnen sich einem seitenweise Gegenstände, Uniformen, Uniform-Teile wie Epauletten, Waffen und vieles mehr. Hieb- und Stichwacffen, Rüstungen, Kettenhemden, Münzen und und und... Gut, man kann sich als normaler Ausstellungsbesucher fragen, was einem nun dutzende Epauletten oder sechs quasi gleiche Zweispitz-Hüte bringen und ob es optisch ansprechend ist, dass die Kleider an Kleiderbügeln abgelichtet wurden. Ausserdem bedingt ein Fachkatalog natürlich schon ein gewisses Grundwissen, was man denn überhaupt suchen will. Aber ausserordentliche Zeiten erfordern auch eine ausserordentliche Sicht der Dinge. Man muss sich halt etwas Zeit nehmen, bisschen stöbern. Dann findet man beispielsweise eine hübsche Halskette aus der Burgunderbeute mit einer ausführlichen Beschreibung. Oder einen eindrücklichen Mailänder Rundschild von 1478. Mit bisschen Geschick beim Suchen kann man auch herausfinden, welches denn das älteste Objekt der Sammlung ist – und welches das neueste.

Nein, das erzähl ich euch hier natürlich nicht. Ihr müsst ja schon noch selbst was zu tun haben! Also los!

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