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... und plötzlich war ich ein Fan

Thoralf Richter bloggt neu für zmitz. Als Start hat er sich dem neuen Buch von Christof Gasser widmet. 

«Du liest doch gern. Schreib doch über das neue Buch von Christof Gasser.» Das sagte eine Kollegin von Zmitz zu meiner Frage, über was ich denn in meinem ersten Blogbeitrag schreiben sollte. Eine Buch-Review zu schreiben, klingt im ersten Moment einfach. Die eigene Sicht zu einem Buch wiedergeben. Doch Lesen und Schreiben sind verschiedene Dinge, zumal ich Letzteres in dieser Art zum ersten Mal mache.

Also fragte ich im Kollegenkreis und stellte fest, dass ich die vorher erschienenen Bücher dieser Reihe lesen sollte. Das erste Buch «Solothurn trägt schwarz» hatte ich zwei Jahre zuvor gelesen und fand es gut. Aber mit den nächsten Werken liess ich mir Zeit. Aber nun war soweit. Zügig also ans Werk und Buch Nummer zwei «Solothurn streut Asche» und Nummer drei «Solothurn spielt mit dem Feuer» lesen. Das war auch gut so, denn im neuesten Buch, «Solothurn tanzt mit dem Teufel», wie auch in den Vorhergehenden, werden immer wieder Ereignisse von früheren Büchern erwähnt, die man als Unkundiger nicht ganz so einfach verstehen kann.
Was mir erst im Nachhinein auffällt: Ich wurde Fan dieser Reihe. Ich wollte nun wissen, wie es mit  Dominik, Pia, Angela, Jana und all den anderen Charakteren weiter geht.

Schon der Beginn des neuen Buchs ist rasant - und präsentiert gleich den ersten Toten. Wer sich in Solothurn etwas auskennt,  wird sich die Schauplätze vor seinem geistigen Auge leicht vorstellen können. Und das alles findet auch noch während der Fasnacht statt. Man zieht automatisch Parallelen zum jetzigen Verkleidungstrubel und schaut doch dann mal zu den «Tatorten», ob da nicht eine Leiche liegt. Christof Gasser hat es geschafft, dass ich durch Solothurn und die angrenzenden Gemeinden laufe und zwangsläufig daran denke, dass hier eine «Schiesserei», da eine «Verfolgungsjagd» stattfand und dort ein Protagonist Sex hatte. So ein Kopfkino ist von Zeit zu Zeit was Wunderbares.

Doch zurück zum Buch. Mitten in der fünften Jahreszeit geschieht ein Mord. Die Tote hat eine geheimnisvolle Tätowierung, die Dominik Dornach und sein Ermittler-Team mit den Nebenschauplätzen im Irak, in Österreich und Belgien in die Welt der Prostitution und des Terrorismus führt. Und all die Handlungsstränge münden in einen Showdown in Solothurn.

Am Ende sass ich da und sagte «Wow». Es glich einer emotionalen Achterbahnfahrt: spannend, mitreissend und tragisch. Ich möchte nicht mehr ins Detail gehen, um zukünftigen Lesern des Buchs nicht die Handlung vorweg zu nehmen.
Also, wer sich in Solothurn auskennt und auf Krimis steht, sollte das Buch unbedingt lesen. Doch auch die drei Vorgänger sollte man kennen. Die Ereignisse sind zwar frei erfunden, doch angesichts der Geschehnisse in der Welt, ist das hier Beschriebene nicht so weit hergeholt.
 

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