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Eine Woche lang ist Solothurn das Kino der Schweiz

Die grossen Fahnen flattern im Winde. Es liegt etwas ganz Besonderes in der Luft. Es sind die 55. Solothurner Filmtage, die in der Stadt für eine spezielle Atmosphäre sorgen. Solothurn, einer der wichtigsten Veranstaltungsorte des Schweizer Films.

Eine Woche lang präsentieren die Solothurner Filmtage, offiziell von morgen Mittwoch bis Mittwoch nächster Woche Schweizer Filme. Zu der Werkschau des heimischen Films treffen sich in Gesprächsrunden und Podiumsveranstaltungen das Publikum und die Filmbranche und diskutieren über die Filmkultur. Speziell ist die aktuelle Tendenz eines reichen Dokumentarfilmschaffens.

Doch bereits heute Abend werden Kurzfilme aus dem Programm vorgeführt, als kleines Amuse-Bouche sozusagen. Die neue Direktorin Anita Hugi präsentiert diese in Anwesenheit von Filmgästen. Start um 19.30 in der Reithalle. Der Eintritt ist frei.

Sehenswert ist der aktuelle Film «Le livre d'image» von Jean-Luc Godard (Bild oben). Der französisch-schweizerische Regisseur gilt als wichtigster Vertreter der «Nouvelle Vague» und 2015 überreichte ihm Bundesrat Alain Berset den Ehrenpreis des Schweizer Films. Die Solothurner Filmtage zeigen «Le livre d'image» als Schweizer Premiere am ersten Festivaltag (Donnerstag, 23. Januar, 13.15 Uhr im Canva und am Samstag, 25. Januar, 23.15 Uhr im Palace).

Ebenfalls sehr sehenswert ist die Weltpremiere der digital restaurierten Fassung von «Anna Göldin – letzte Hexe» von Gertrud Pinkus. Der Film - der anfangs 90er-Jahre zum Teil in Solothurn gedreht wurde - wird als Spezialvorführung als Samstagabend-Event gezeigt. Er wurde von filmo in Zusammenarbeit mit der Regisseurin in 4K HDR Dolby Vision digitalisiert. Damit wurde das Verfahren erstmals für die Digitalisierung eines Schweizer Films eingesetzt. Die Solothurner Filmtage präsentieren die Uraufführung der neuen Fassung am Samstag, 25. Januar, um 17.45 Uhr im Canva in Anwesenheit zahlreicher Gäste. Am Mittwoch, 29. Januar, um 14.45 Uhr läuft der FIlm dann noch im Palace.

Die Solothurner Filmtage präsentieren jährlich ein Spezialprogramm mit Schweizer und internationalen Filmen und Gästen zu einem Themenschwerpunkt mit Bezug zur Aktualität. 2020 steht das «Fokus»-Programm im Bann der Serien. Im Augenblick entwickeln Schweizer Filmschaffende zahlreiche Serienkonzepte, darunter viele, die sich an historischen Ereignissen orientieren. Können Serien die Komplexität der aktuellen Gesellschaft reflektieren? Das Programm wird von der Landis & Gyr Stiftung unterstützt.

Mehr zum «Fokus» gibt es auf der Website www.solothurner-filmtage.ch. Den Katalog zu den Filmtagen gibt es bei Bücher Lüthy und in der Säli-Buchhandlung für 20 Franken oder er kann auf der Website bestellt werden.

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