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Kultürchen 10

Von Kreuzlingen am Bodensee direkt nach Solothurn an der Aare: Konservator Christoph Vögele vermisst am Fluss seinen See, verzichtet aber trotzdem nicht aufs Rudern.

Was vermissen Sie hier, was Sie in ihrer Heimat hatten/hätten?
Als «Seebueb» vermisse ich die Weite des Bodensees, als gebürtiger Kreuzlinger die unmittelbare Nähe zur Landesgrenze, über die man/frau sich flugs ins Ausland und in eine andere Sprache begeben kann.

Wieso sind Sie überhaupt in die Region Solothurn gekommen?
Wegen des Berufs. Ich bin seit 1998 Konservator des Kunstmuseums Solothurn. Festanstellungen sind in unserem Berufsbereich dermassen dünn gesät, dass wir auch in die «Fremde» gehen, um unsere fachliche Leidenschaft ausleben zu können. Dass ich ein so bedeutendes Haus wie das Kunstmuseum Solothurn führen darf, ist eine grosse Freude – und hat mich (trotz meiner angeborenen Wanderlust) über all die Jahre in der Stadt gehalten.

Wo trifft man Sie regelmässig an? Wo verbringen Sie Ihre Freizeit?
Regelmässig trifft man mich am Bahnhof an – nicht weil ich es in der schönen Solothurner Altstadt, wo ich wohne, oder im Museum nicht aushielte, sondern weil ich beruflich und privat viel und gerne unterwegs bin. Schliesslich heisse ich – nomen est omen – Vögele. Da sind Aus-Flüge «artgerecht». Meine Freizeit verbringe ich gerne beim Rudern auf der Aare oder beim Wandern im nahen Jura. Die landschaftliche Schönheit unserer Region begeistert mich immer wieder aufs Neue und ist mir zur «Heimat» geworden.

Wo trifft man Sie bestimmt nie an?
Schwierige Frage. Da ich neugierig bin, schaue ich mir viele Orte an. Am ehesten aber mache ich einen Bogen um Szene-Lokale und Fitness-Studios.

Wenn Sie einen Wunsch zu Weihnachten hätten, wie würde der in Bezug auf Kultur lauten?
Die Stadt Solothurn ist der Kultur besonders gut gesonnen, die sich hier erstaunlich breit entfalten darf – wie in keiner anderen Kleinstadt vergleichbarer Grösse. Daher stellt sich eher der Wunsch, dass das bisherige Kulturbudget gesichert bleibt, ja (falls die gewünschte Eingemeindung der Nachbarorte möglich wird) sogar erhöht werden kann, damit die lokalen «Leuchttürme» weiterhin weit ins Land strahlen dürfen.   

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