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UHURU – Das Festival erhält von mir gute Noten

Unser Blogger Roland Müller machte sich am 31. Juli nachmittags auf die Socken und besuchte das  «Uhuru» auf dem Solothurner Hausberg.

Die 25. Uhuru-Durchführung auf dem Weissenstein ist für meine Frau und mich die Motivation, dem Festival einen Besuch abzustatten. Kurz nach Ankunft auf dem Weissenstein werden wir mit Trommelklängen empfangen, die uns noch den ganzen Nachmittag begleiten werden. Das Wetter ist angenehm. Mal scheint die Sonne, mal ist es bewölkt, doch immer angenehm warm.

Wir sind überwältigt, wie viele Zelte, Tipis und Wohnwagen auf dem Festgelände stehen. Autonummern aus nah und fern zeugen davon, dass hier etwas Besonderes stattfindet. So etwas Gewaltiges hat im Vorfeld sicherlich viel Arbeit für das Organisationskomitee bedeutet, dachte ich mir. Auch der Zugang zu Wasser und Strom ist gut organisiert und die Ladestation für elektronische Geräte wird rege genutzt.


Wir begeben uns in die Menschenmenge und betrachten die vielen Kinder. Sie hüpfen übermütig in der Hüpfburg, machen darin Saltos oder fahren mit den vierrädrigen, beinangetriebenen Vehikeln umher. Ebenso hantieren sie staunend an der grossen «Chügelibahn» und folgen gespannt den Bewegungen der Kugeln. Erwachsene üben sich in Gymnastik, Jonglage, Tanz und Akrobatik oder bemalen behutsam Stofffahnen. Vorbei an den verschiedenen Zelten, sehen wir Leute beim Lesen, Diskutieren oder Schlafen.
Die Atmosphäre auf dem Gelände ist total ruhig und unkompliziert. Meiner Ansicht nach geniessen die Leute ihre Freiheit, was für sie wohl echte Lebensqualität bedeutet. Sie leben eindrucksvoll nach dem Motto: «Leben und leben lassen». So ist es nicht verwunderlich, dass man sich hier unverbindlich duzt.

Die kulinarischen Stände im Verpflegungszelt sind gut besucht. Die Angebote sind meistens biologisch oder auch vegan und zu vernünftigen Preisen erhältlich. Auch der Abfallproblematik hat sich das Festival-OK angenommen, denn es gibt keine Einwegmaterialien. So kann ich den Uhuru-Bierbecher retournieren und den Kaffee trinke ich aus einer Porzellantasse. Leider bestellt mein Vordermann die beiden letzten Mango-Mousses und ich werde darauf vertröstet, dass es später wieder welche geben werde. Schade, ich habe mich doch schon so darauf gefreut!...


Wir verlassen kurz das Festgelände Richtung Hinterweissenstein und finden am Wanderweg schon bald bunt gestaltete Ornamente aus Naturmaterialien oder eine sich windende Riesenschlange, erbaut aus vielen kleinen Jurasteinen. Zudem hören wir in der Ferne Alphornklänge eines übenden Kursbesuchers. Wieder zurück, genehmigen wir uns eine grosse Portion Eintopf und begeben uns um 18.30 Uhr zum Amphitheater, wo wir in der warmen Abendsonne mit anderen Interessierten den Klängen von Mandana und Manu aus Bern lauschen.
Danach nehmen wir tief beeindruckt Abschied von der friedlichen, äusserst familiären und ausgelassenen Stimmung. Der Besuch hat sich mehr als gelohnt und ich freue mich schon jetzt aufs Festival 2020.

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