adiheutschi.ch webdesign

Hochsommer-Openair-Besuch in Etziken

zmitz-Bloggerin Jenny Nussbaum war am letzten Donnerstag am Kinderopenair in Etziken. Die äusseren höchstommerlichen Bedingungen wurden zum Auf und ab, das mal erfrischender war, mal weniger...

Es ist Donnerstag, der 25. Juli. Yes, heute fängt das 10. Kinderopenair Etziken an. Hab um 13 Uhr noch einen Termin und danach düsen wir dahin. Ich freu mich. Naja, heute soll der heisseste Tag der Woche, 38 Grad, werden. Ahoi Badiwetter. Ich hoff wir überleben es. Genug zu trinken dabei: check! Sonnenhut, Badetuch und Sonnencreme:, check! Ich mach noch kurz alle Fenster zu, damit die Hitze nicht reinströmt und wir kühl haben, wenn wir zurück sind. Drinnen noch 23 Grad. Jetzt geht’s los. Ich mach die Tür auf und ein Schwall Hitze erdrückt mich. Ich kann noch atmen. Gefühlte 30 Grad. Alles kein Problem, wäre jetzt ja auch gerne in Spanien, also wenn wir in der Schweiz schon so warm haben, dann geniessen, oder? Wir sind bei der Haltestelle des Busses angekommen. Er hat Verspätung. Es ist es nicht mehr warm, sondern heissssss, mit 6 «s». Gefühlte 33 Graaad. Wasser: check! Er kommt, der Bus. Tür auf. Wuuuuah, Gefrierzone. Ich glaub meine Schweissperlen frieren ein. Gefühlte, wie kalt war nochmal unser Kühlschrank? 7 Grad. Ne, Tiefkühltruhe, -7, zumindest gefühlt, im Vergleich zu draussen. Ab zum Termin und danach im Freeze-Bus, Nr. 5, nach Etziken.

Wir sind angekommen, endlich, zumindest an der Haltestelle Etziken Dorf. Zu Fuss noch 10 Minuten, easy, mit der aufgetankten Kälte vom Bus, schaffen wir's 5 Minuten in der Hitze, ohne zu schwitzen. In der Hälfte der Landstrasse seh ich die Zelte des Openairs. Ich fang an schneller zu laufen, damit wir schneller irgendwo im Schatten sind. Mein Atem wird schwere: Ist da noch Luft oder atme ich nur Hitze ein? Das jahrelange Rauchen rächt sich. Gefühlte 35 Grad. Ich kann nicht mehr lange. Den Rest jogge ich. Ah, wie gerne ich jogge, schon mal gesagt? Mein meistgeliebter Sport (*Ironie*). Ganz ehrlich. Joggen macht für mich keinen Sinn. Im Stress Sport machen? Nee, macht nur Sinn, um in den Schatten zu gelangen. Also renne ich und renne, gleich sind wir da. Weiss gar nicht, wohin ich renne, nur in den Schatten bitte. Geschafft. Wir sind am Zeltplatz-Eingang angekommen. Die Leute begrüssen uns. Ich kann nicht mehr atmen. Versuch gar nicht zu reden, macht keinen Sinn, käme nur Gekeuche raus. Lasst mich. Verschnaufen. Phu. Bringe ein «Hallo zämä» raus. Die Leute findens lustig. Ich nicht. Wir leben noch alle. Und eben: In Spanien ist's doch auch so heiss und ich liebs da, Gewässer haben wir ja auch. Versuch mir Mut zu machen.

Ach, drinnen wird's sicher super mit den Kids. Zum Eingang, nicht-joggend, finden wir leicht, hüpf aber von Schatten zu Schatten. Gleich sind wir drinnen. Bändeli zeigen, geschaaaaafft. Wir sind drinnen, aber wo sind die Leute? In der Badi? Sieht ausgestorben aus. Wenn es eine Filmszene wäre, dann eine Wüstenlandschaft in einem Westernfilm. Fehlt nur noch die über den Boden hüpfenden Strohbälle. Ich stells mir einfach vor. Das Konzert hat schon angefangen und wir folgen den Rhythmen in das grosse Bühnenzelt. Wow. Da sind ja doch ganz viele grosse und kleine Menschen. Hätts nicht gedacht, das Zelt ist wirklich voll. Auf der Bühne spielen Christian Schenker und seine Band Grüüveli Tüüfeli. Die Kinder tanzen, singen mit und machen Schabernack. Die meisten grossen Menschen haben sichs am Boden gemütlich gemacht. Bis auf das alle am Auslaufen sind, ist die Stimmung top, wie immer am Kinderopenair Etziken. Drinnen, die Hitze, gefühlte 30 Grad. Erträglich. Ich muss lachen. Lange her, dass ich ein Bier getrunken habe, heute habe ich mir eins verdient. 6 Grad. Danke Gott! Ich glaub es war in 3 Schlucken weg. Noch bisschen mit den Kids tanzen, danach suchen wir was zu essen. Das heisst, wir müssen aus dem Festzelt raus.

Poah. Hitze. Gefühlte 38 Grad. Alle befinden sich im Schatten. Ich seh nichts mehr, vom Schweiss und von der Sonnen geblendet. Da drüben ein Grieche und ein Grillstand, für mich leider zu weit weg. Und da am nahesten ein Frittenstand. 1, 2 oder 3. Den Nahesten natürlich. Am Frittenstand angekommen, kann ich gleich bestellen, warum wohl, kein Mensch da, sind alle im Schatten. Der Hitze wegen gibt's am Frittenstand sogar Wassermelone im Angebot. Nehmen wir. Und Pommes. Und kaltes Wasser. Unseres ist bestimmt schon 20 Grad und vielleicht noch 3 Dezi in der Flasche. Zurück im Zelt finden wir auch noch die anderen. Die Stimmung ist wirklich toll. Und der Sänger der Band, Christian Schenker, animiert Gross und Klein zum Tanzen und Mitsingen. Die meisten machen mit.

Für das Wohlsein ist wirklich gesorgt. Draussen stehen überall verteilt Kinderpools zum Abkühlen. Und Hüpfburgen. Um während des Gehens in der Western-Wüstenlandschaft einen Hüpf ins kalte Wasser zu nehmen. An einigen Ständen gibt's gratis Haarschmuck und Klebetattoos. Ich nehme gerne 1. Kein Wunder, dass es bei mir nicht klebt, es rutscht davon. Nicht schlimm. Ich geh mit meinem Kleinen in den Babypool und plantsche mit. Wasser: 22 Grad. Ach, wie schön. Das Konzert ist fertig. Und ich bin auch fertig. Draussen vielleicht noch 36 Grad. Wir gehen zum Ausgang. Dort gibt's noch ein Jo-Jo geschenkt. Wie witzig: So gings mir heute bei dem Zahlenwirrwarr und den Temperaturen. Ein einziges Auf und Ab. Ich freu mich. Danke. Ob ich nächstes Jahr bei solcher Hitze gehen würde? Ich glaub eher nicht, aber Spass hat's trotzdem gemacht.

Bilder gibts auf der Website des Kinderopenairs

Logo Zmitz300cont