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Spitzbübischer Tausendsassa

Er ist ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Ein spitzbübischer Musiker mit viel Liebe zum Detail. Simu Fankhauser begegnet unserer Bloggerin Lucilia Mendes von Däniken immer wieder. Nun wollte sie mal genauer wissen, was dieser Tausendsassa so alles macht.

Für mich war Simu Fankhauser jahrelang nur als «machohafter Haudrauf» von Bagatello ein Begriff. Auch wenn ich wusste, dass er nur eine Rolle spielt – und er spielte sie gut: Simu war mir nicht sonderlich sympathisch. Es ist wie wenn ein Schauspieler immer und wieder den Bösewicht spielt: Man nimmt ihm dann den Traumschwiegersohn nicht wirklich ab.

Heute sitze ich Simu in einem Kafi zmitz in Solothurn gegenüber und sehe ihn mit anderen Augen: Simu ist sympathisch, sprudelt vor Ideen und wirkt trotzdem irgendwie besonnen. Seine Ideen sind frisch – und man merkt ziemlich rasch: Diese werden nicht einfach so im Blabla verschwinden, sondern irgendwann umgesetzt. Manche schon ganz früh, andere erst später. «Ja, ich habe zusammen mit einem Freund eine 12-seitige To-do-Liste mit Ideen, die uns nicht mehr loslassen», erklärt er dann auch mit einem Schulterzucken. Simu ist ein Spitzbueb, der sich freuen kann wie ein Kind und zum Glück manche Dinge auch so angeht: Unvoreingenommen, vielleicht sogar etwas naiv, aber vor allem mit viel Freude und Herzblut.

Eigentlich bin ich durch meine Kinder wieder mit Simu in «Berührung» geraten. Etwas müde von all den Christian-Schenker-Auftritten an Kinderkonzerten, besuchte ich mit den Jungs ein Pumpelpitz-Konzert von Simu. Und war positiv überrascht: So viel Schalk, Geschichten mit uns bekannten Schauplätzen und Ohrwürmer zum sofortigen Mitsingen kamen da von der Bühne runter.

Und plötzlich las ich «Simu» hier, Pumpelpitz da. Der kleine Kobold im grünen Gewand war überall: Es folgte CD um CD, Konzert um Konzert, plötzlich liest man von einem Buch, erfährt, dass es im Wasseramt einen Pumpelpitz-Weg geben soll... und: «Drei weitere Wege sind in Planung», so Simu. Ach und so nebenbei hat Simu nun eine «Pumpelpitz»-Firma gegründet, morgen soll per Post seine selber entworfene «Pumpelpitz»-Hüpfburg geliefert werden und ein Puzzle sowie eine App sind auch in Planung. Aber Simu ist vorsichtig: «Ich hätte noch tausend Ideen, muss mich aber selber ab und zu bremsen.»

Denn so nebenbei ist er noch mit einem 70%-Pensum Fachlehrer Musik an einer Sekundarschule in Bern und Vater von zwei Kindern, die ihn immer wieder zu neuen Ideen inspirieren. Zudem unterhält er die Website arbeitsrentner.ch. Diese ist aus einer privaten Begebenheit entstanden und hat sich mehr oder weniger zum Selbstläufer entwickelt.

Simu hat Ideen und anscheinend den richtigen Riecher, die nötige Power, das passende Netzwerk und vor allem auch die erforderliche Überzeugungskraft, um diese umzusetzen und zum Fliegen zu bringen.

Ein weiteres grosses Projekt soll am kommenden Wochenende zu Höhenflügen verhelfen – und die Zeichen stehen gut, dass das auch so aufgehen wird. Zusammen mit Daniela Torre, Urs Bucher, Pascal Bussmann und Selma Dubach stellt er im und vor allem rund um das Kapuzinerkloster in Solothurn das «Chloschtival» auf die Beine. Ein Anlass der, wen erstaunts, mit Liebe zum Detail durchgeplant ist: 28 Musikformationen werden unplugged auf 5 Bühnen auftreten, Flüchtlinge kochen, eine Naturschule kümmert sich um das Wohlbefinden der Kinder, es gibt Poetry Slam und viel Zeit für Genuss im Garten des Klosters.

Ganz besonders freut sich Simu Fankhauser aber auch auf ein spezielles Engagement:  «Ich werde nächste Woche erstmals zusammen mit Pumpelpitz in die Ferien reisen. Die Schweizer Schule in Madrid hat mich eingeladen, mit Pumpelpitz eine Woche lang auf Besuch zu kommen.»

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