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«Strauchelzoo»-Endstation im Kulturm

Drei Jahre lang waren Samuel Blatter und Kilian Ziegler mit ihrem zweiten Programm, «Ausbruch aus dem Strauchelzoo», auf Tour. Am Samstag nun steht im Kulturm die Dernière an. Soweit die schlechte Nachricht. Aber zmitz-Blogger Fabian Gressly hat im Gespräch mit Kilian Ziegler auch gute Nachrichten.

© Kabarett Tage Olten, Dieter Graf

Ihr seid beide Oltner bzw. Kappeler. Wieso findet die Dernière von «Ausbruch aus dem Strauchelzoo» im Solothurner Kulturm und nicht z.B. in Olten statt?
Kilian Ziegler: Da die Premiere in Olten stattfand und wir auch an den Kabaretttagen spielten, wollten wir die Dernière nicht auch noch in Olten machen. Ausserdem ist es für uns in Solothurn ein Quasi-Heimspiel: Samuel kommt ursprünglich aus Solothurn und ich hatte schon sehr viele wunderbare Auftritte hier – an der Kulturnacht, am «GägäWärt», am Dreigänger, und, und, und. Schon die Dernière des ersten Programms spielten wir im Kulturm, dies gefiel uns so gut, dass es eine einfache Entscheidung war, wieder dort anzuklopfen.

Haben sich im zweiten Programm gewisse Abläufe eurer Zusammenarbeit bereits eingespielt und bewährt? Dinge, die beim «Phantom of the Apéro» noch nicht so gut liefen, hier aber wie selbstverständlich geklappt haben?
Ziegler: Vor allem das Zusammenspiel, das beim ersten Programm schon gut funktioniert hat, hat sich weiter verfeinert. Die Rollen sind klarer und Samuel kommt mehr zu Wort. Die vielen gemeinsamen Auftritte haben uns da sicher geholfen.

Ihr seid nun drei Jahre mit dem Strauchelzoo aufgetreten. Gibt es etwas im Programm, das Ihr verändert habt? Ist das Programm zwischen dem ersten Auftritt und der anstehenden Dernière ein Stück weit ein anderes?
Ziegler: Vor allem in den Details. Das Programm wurde von Auftritt zu Auftritt besser, da wir konstant daran gefeilt haben. Jetzt, nach zahlreichen Shows, sind wir eingespielt und die Abläufe sitzen. Ein Programm ist nie so geschliffen und ausgefeilt, wie an der Dernière.

Was bleibt aus diesem Programm am besten in Erinnerung? Gabs einen besonders erinnerungswürdigen Auftritt?
Ziegler: Es gab nicht den einen Auftritt. Dass wir beispielsweise abendfüllend im Casinotheater Winterthur, im Kleintheater Luzern und an den Oltner Kabaretttagen spielen durften, hat uns sehr geehrt. Aber auch an unspektakulären Orten – irgendwo auf dem Land – gibt es diese magischen Momente, wo das Publikum voll dabei ist, jede Pointe funktioniert und jeder Satz ein Lacher ist. Die Dernière wird – so hoffe ich – eines der grossen Highlights der Tour werden.

Hat irgend ein Gag, ein Witz, gar nicht funktioniert? Und umgekehrt: Gabs etwas, das auf Resonanz stiess, von dem Ihr es nicht erwartet hättet?
Ziegler: Wenn etwas mehr als ein- oder zweimal nicht funktioniert, wird die Stelle, auch wenn es manchmal schmerzt, gestrichen. Es kommt immer wieder vor, dass einzelne Witze nicht zünden, obwohl ich am Schreibtisch davon überzeugt bin, dass es gut ankommen wird. Meistens erhält man die Sicherheit, ob ein Text taugt, erst beim Auftritt. Was – zugegeben unerwartet – auf Resonanz stösst, ist die Zugabe: ein ungewöhnlicher Song, der eigentlich gar nicht zu uns passt. Nur schon deswegen lohnt es sich, sich das Programm anzuschauen.

Und dann natürlich die zu erwartende letzte Frage: Habt Ihr wieder ein Programm in Arbeit?
Ziegler: Ja! Ende Oktober dieses Jahres lassen wir unser drittes Programm auf die Leute los. Es kommt gut. Aber mehr sei noch nicht verraten.

Die Dernière von «Ausbruch aus dem Strauchelzoo» im Kulturm ist bereits ausverkauft. Aber eben: Das dritte Programm steckt schon in den Startblöcken. Wer mehr zum Programm wissen will, erfährt das auf der Website www.strauchelzoo.ch

 

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