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Kulturnacht Solothurn: Das erste Mal

Bloggerin Lucilia Mendes von Däniken war vor allem während der ersten Hälfte der Kulturnacht unterwegs. Dabei hat sie einige Premieren erlebt. 

Nein, ich bin nicht erstmals an der Kulturnacht. Aber die Kulturnacht ist der Anlass, wo es ganz viele «erste Male» gibt. Das fängt schon mit meinem Auftrag als Bloggerin an. «Bloggen alleine reicht nicht mehr», liessen mich meine Mitbloggenden wissen - und sie machten mir klar, dass wir nun auch auf Instagram unterwegs sein müssen. Also wird heute nicht nur Kultur konsumiert, sondern ich versuche diesen Konsum auch auf Instagram zu dokumentieren: Fotos, Hashtags... eine knifflige Sache. 

Das hier liegt mir mehr. Zurück zu den ersten Malen. Von denen habe ich mir heute viele gegönnt. Die Kulturnacht ist der Ort, wo ich anhand von Kultur-Tapas meinen Hunger nach Neuem stille. Kultur-Tapas = Kultur in Häppchenform. Und das sieht so aus: 

Mein erstes Mal im Museum Enter: Bereits nach wenigen Sekunden die Erkenntnis, dass Ich ein komplett falsches Bild vom Museum für Computer und Unterhaltungselektronik hatte. Klein, chaotisch und «handglismet» habe ich es mir vorgestellt. Stimmt aber gar nicht: Es ist überraschend gross, super gegliedert und professionell dokumentiert. Ein kurzer Besuch. Aber: Die halbe Stunde dort macht Lust auf einen weiteren Besuch. 

Mein erstes Mal Oleg Kaufmann live in Aktion: Oleg kenne ich schon lange. Aber ich habe ihn noch nie auftreten sehen. Das neue Stück «Der Bär tanzt» lockt mich also ins Naturmuseum. Mein Fokus geht aber rasch weg von Oleg, der den Bären spielt. Weg zu den Kids rundum, die das Geschehen mit grossen Augen und offenen Mäulern beobachten. Weg zu dem Kind, dass sich inmitten des Papierhaufens tollt und glücklich quietschend fallen lässt, während der Bär an ihm vorbei tapst. Ein spezieller Moment. 

Mein erster Besuch der Reformierten Stadtkirchen: Schon tausend mal von aussen gesehen. Schon lange der Wunsch: «Einmal auf den Kirchturm.» Heute nun die Gelegenheit dazu. Und schon beim betreten ein grosses Staunen: Die Kirche ist unglaublich eindrücklich. Da war ich echt noch nie drin? Auch die Aussicht vom Turm aus ist bewegend. Genauso wie das anschliessende Orgelkonzert mit den Ausführungen zur Architektur in der Kirche. Zeit zum Innehalten, eine kleine Pause. Erholsam.

Meine erste Begegnung mit Valerio Moser: Stimmt zwar nicht ganz. Einmal sassen wir bei einem Flug heim von den Ferien nur wenige Sitzreihen voneinander entfernt. Aber nun erlebe ich Valerio erstmals live zusammen mit Manuel Diener auf der Bühne - und zwar im Kulturm. Die beiden Slammer sind mein persönliches Highlight dieser Kulturnacht. Von «Interrobang» werde ich mir sicher mal das abendfüllende Programm anschauen gehen!

Zeit für eine Pause, kurz durchatmen, etwas essen - und dann wieder los. Zwei Blöcke sollen es noch sein. 

Im Kofmehl will ich mir die Newcomer Steiner&Madlaina anhören. Vorher lockt mich aber eine unglaubliche Stimme in die grosse Halle. «Wer zum Teufel ist diese Frau!», geht es mir durch den Kopf, als mir eine Gänsehaut von den Füssen bis zum Nacken hoch kriecht. Die Antwort kommt schon bald von Philipp Bluedög: Er stellt die Sängerin Ann Vriend vor. Ist das nicht die, die demnächst im Stadtkeller ein Konzert gibt? Tatsächlich! Und schon ist mir klar, dass bald wieder ein erstes Mal auf mich wartet: Ein Besuch im Stadtkeller. 

Und dann das letzte erste Mal für heute: Steiner&Madlaina betreten die Bühne. Die beiden Mädels haben sowas von Musik im Blut! Mächtig beeindruckt beschliesse ich, dass das definitiv ein würdiger Abschluss ist. Ich fühle mich tatsächlich wie nach einem ausgiebigen Tapas-Essen: satt, zufrieden und ausgestattet mit viel neuen Kultur-Düften, -Geschmäckern und -Eindrücken. 

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