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Literarischer Heisshunger

Da liest und liest und liest man... und je weniger die Seiten werden, desto mehr kommt das Gefühl von «bitte nicht aufhören, bitte nicht aufhören!» So ging es Bloggerin Lucilia Mendes von Däniken bis jetzt bei allen Büchern von Christof Gasser – und das obwohl sie bis anhin dachte, Krimis seien nichts für sie.

Der dritte Band in der Reihe der Solothurner Krimis von Christof Gasser, unterbrochen durch den Schwarzbuben-Krimi, vermittelt noch lange nicht das Gefühl, dass sich Gasser langsam die Ideen aus den Fingern saugen muss. Im Gegenteil: «Solothurn spielt mit dem Feuer» hat mich von allen vier bisher gelesenen Büchern am allermeisten gepackt. Betonung wirklich auf allermeisten, denn auch die anderen drei Bücher trug ich manchmal mit in die Wäscheküche oder sie lagen beim Kochen neben dem Kochfeld.

Die Geschichte rund um den «Bubenfresser», vermischt mit der Problematik des Terrorismus, diese wiederum gewürzt mit einer Prise «amore» und Herzschmerz, packte mich von der ersten Seite an und liess mich bis zur letzten nicht los. Es ist nicht nur der Schreibstil von Gasser, der fesselt. Die Geschichten sind nie plump. Man merkt, dass er sich in die Thematik reinliest, sich informiert, recherchiert. Auch wenn man jeden Krimi einzeln lesen könnte, hilft es, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge liest und so die Personen und die verschiedenen Fälle mitverfolgen kann.
Die Stärke – und das ist wohl der Hauptgrund, warum mir die Solothurner Krimis noch ein bisschen besser gefallen als der Schwarzbube: Die Schauplätze sind so realistisch, dass man nicht nur mitliest, sondern mitlebt. Man kennt die dunkeln Winkel genauso wie die Arbeitsplätze der Hauptpersonen. Man sieht die Menschen, man kann sogar die Geräusche rund um die Schauplätze einordnen, weiss wie es dort riecht und wie es sich anfühlt. Beim Showdown auf dem Märetplatz wusste ich schon was passiert, bevor ich es gelesen habe, weil man sich die Umgebung so gut vorstellen kann, dass man selber schon eine Ahnung hat, wie die heikle Situation gelöst werden könnte.

Und das Schöne: Gasser schafft es, den Band jeweils so abzuschliessen, dass man einfach noch mehr will. Dass man wissen möchte, ob sich die Staatsanwältin Casagrande und der Leiter der Ermittlungen der Kapo Dornach noch finden werden, was mit seiner Tochter Pia passiert und was mit der Elitepolizistin Jana Cranach. Band 5 darf kommen, lieber heute als morgen!

Buchvernissage: Mi, 13. Juni, 20 Uhr, Buchhaus Lüthy, Solothurn. Infos dazu findet man hier.

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