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Fantastisch unspektakulär

Anfangs 2016 verliebte sich Bloggerin Lucilia Mendes von Däniken in die Musik von James Gruntz. Zwei Jahre später erlebte diese Liebe mitten im Winter einen neuen Frühling.

 

 

Fast zwei Jahre ist es her, seit ich James Gruntz erstmals live gesehen habe. Damals aus Neugier, weil er in aller Munde war und ich mir ein Bild von dem Wunderknabe machen wollte. Ich war begeistert. Seine CD «Belvedere» ist die, die bei mir fast am meisten läuft. Als die Neue in die Läden kam, wollte ich sie sofort kaufen. Habe ich aber nie gemacht. Und nun stand er am Freitag wieder im Kofmehl auf der Bühne. 

Ob er mich immer noch so mitreissen würde, wie im Januar 2016? Ja, er tat es, von der ersten Sekunde an. Irgendwie hörte ich immer wieder faszniert hin, wenn er zwischen den Liedern etwas erzählte. «Der spricht wirklich Berndeutsch», ging es mir mehrmals durch den Kopf. Irgendwie unglaublich, dass dieser Musiker Schweizer sein soll. Er spielt für mich in einer Liga für sich. Ich kenne keinen anderen Sänger, der seine Stimme so einzusetzen weiss, wie James Gruntz. Von tief und sonor bis zur hohen Kopfstimme kriegt er alles hier. Okay, die ganz hohen Klänge passen mir nicht so, aber er ist sattelfest. Trifft jeden Ton, seine Lieder sind von unglaublichem Groove. Er und seine Mitmusiker sind unspektakulär. Auch die Show: Wenig Firlefanz. Alles aufs Nötigste reduziert. Gute, sympathische Musik, die einen für rund anderthalb Stunden den ganzen Alltagsmüll vergessen lässt. 

Ja, auch zwei Jahre später verlasse ich wieder fasziniert die Kofmehl-Halle. Und ich habe seine neueste Scheibe «Waves» in der Tasche, nicht als tausendfach produzierte CD, sondern auf Vinyl. Passt irgendwie besser zu James Gruntz.

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