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Irgendwie richtig schön

Am Sonntagnachmittag lud das Kofmehl erstmals ein zu «Guitar & Cake». Bloggerin Lucilia Mendes von Däniken ist dieser Einladung gefolgt und hofft jetzt schon auf eine Wiederholung.

Irgendwie freut es mich immer, wenn unsere Blogger nicht nur über Kultur schreiben, sondern auch Kultur «machen». So geschehen heute Nachmittag im Kofmehl. Blogger Marcel hatte die Idee, ein Sonntagnachmittag-Konzert in der Raumbar zu organisieren. «Guitar & Cake» stand auf dem Kulturmenü: Rockige Klänge für einmal nicht abends, sondern zu familientauglichen Zeiten. «Ich bin sicher, dass es Eltern gibt, die mit ihren Kindern gerne auch mal so ein Konzert besuchen - und nicht nur Kinderkonzerte mit Christian Schenker oder so.» Und damit sich die Raumbar sonntags auch füllt, hat Marcel auf eine Solothurner Band gesetzt. In der Hoffnung, dass die ihre Fans ins Kofmehl lockt. 

Irgendwie war es richtig schön zu sehen, dass «Cosmonoz» - mit Blogger Mirco an der Gitarre und am Mic, Urs Alber am Schlagwerk, Matthias Hammer am Bass und Olivier Jeanrichard Tasten/Gitarre/Stimme - tatsächlich als familientauglich eingestuft werden. So viele Kinder habe ich noch selten an einem Rockkonzert erlebt. Höchstens an Openairs. Und das ergab ein friedliches Bild: Ganz vorne am Boden sitzen die Kids, mit Lolli im Mund und mit Ohrenstöpsel und Pamir ausgerüstet. Ein paar Meter weiter hinten der Mitfünfziger, der mit geschlossenen Augen lächelnd zur Musik mitwippt. «Cosmonoz» machen schnörkellosen, gradlinigen Gitarrenrock, singen auf Englisch und Deutsch und scheinen es zu geniessen, vor Bekannten und Freunden spielen zu dürfen. 

Irgendwie auch schön mitzuerleben, wie sich die erste Band auf den Auftritt der zweiten freut. «Overdrive Amp Explosion» aus Fribourg kommen mit der selben Instrumentenzusammensetzung auf die Bühne wie die vorherige Solothurner Band: Zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug. Sie wirken etwas abgebrühter auf der Bühne. Auch ihr Gitarrenrock ist «fadegrad», das Gewicht liegt mehr auf der Musik, als auf den englischen Texten. Ihr Set macht Spass und Lust auf noch mehr Gitarrenrock. Den könnte es laut Marcel auch geben. Er denkt laut über eine zweite Auflage von «Guitar & Cake» nach. 

Irgendwie würde ich mich freuen: Denn es war schön einen Sonntagnachmittag zu erleben, der sich wie ein Samstagabend anfühlte.

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