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Kultürchen 20: Krokus - «Hoodoo»

zmitz hat im Archiv gegrübelt und CDs und Bücher von Solothurnerinnen und Solothurnern hervorgekramt. Fabian Gressly hat sich die CD «Hoodoo» von Krokus angehört.

Wieso ich die CD empfehle
Wer in den 80er und 90ern in Solothurn aufwuchs, kam nicht an Krokus vorbei. Die Band brachte Solothurn auf die Weltkarte des Hard Rock und die musikalische Welt an die beschauliche Aare. Und «Hoodoo» ist für mich das letzte Stück dieses musikalischen Erbes.

Was besonders daran ist
Die Band hat eine sehr bewegte Geschichte mit vielen personellen Wechseln. «Hoodooo» von 2010 klingt weitgehend wieder wie früher, weil auch wieder viele der Ursprungsformation mit an Bord sind.

Und das ist die CD
Wie an jedem, der in Solothurn aufwuchs, führte auch bei mir kein Weg an Krokus vorbei. Ob es wahr ist, dass die Band damals bei uns im Quartier im Keller der Musikschule probte, bleibe mal dahingestellt (vermutlich hat man mich vierjährigen Naivling da gehörig verar….). Aber das Bild passt: Krokus war immer irgendwie da, im Untergrund, gut hörbar. Dazu gehört, dass ich, noch im Elternhaus wohnend, Nachbar von Chris von Rohr war (wer kann das schon von sich behaupten..?), dass Freddy Frutig in der aktuellen Nachbarschaft ein und aus geht oder dass man andere von der Band oder deren Entourage einfach mal auf der Strasse kreuzt. Die Band hat mich also lange begleitet. Zuletzt so richtig 1995, als sie mit «To Rock Or Not To Be» und einem Konzert im Konzertsaal Comeback und 20-Jahr-Jubiläum feierte (Respekt für deine Wikipedia-Arbeit, Alter!). Von da an hatte ich aber ein gespaltenes Verhältnis zur Krokus-Musik: Zu viel Blues, zu gefällig, zu clean, zu wischiwaschi. Aber ich fragte mich seither auch: Darf man als Solothurner ein gespaltenes Verhältnis zu Krokus haben? «Hoodoo» hat nun geholfen, mich mit der Band zu versöhnen. Die Scheibe ist ja schliesslich auch mit der sogenannten Urformation (wobei das so nicht ganz stimmt) entstanden. Und das hört man. Weniger Blues, mehr Hard Rock. Wieder mehr AC/DC und nicht mehr Bon Jovi oder Bryan Adams. Mein absoluter Lieblingssong, weil mit – sorry – «meh Dräck»: «Keep Me Rolling» (hier auf Youtube). Was hingegen, falls diese Frage bei dir auf der Zunge brennt, gar nicht hätte sein müssen: das «Born To Be Wild»-Cover…

«Hoodoo» von Krokus bei cede.ch 

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