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In Solothurn wird weiter gemordet

Im Buchhaus Lüthy feierte Christof Gasser die Buchvernissage seines zweiten Solothurner Krimis und war dabei in illustrer Gesellschaft. Wie ein guter Krimi ins beste Licht gerückt wurde, durfte auch zmitz-Blogger Tim Felchlin erleben.

«Solothurn streut Asche», der zweite Streich des Solothurner Krimiautors Christof Gasser liegt schon seit Februar auf den Verkaufstischen und ist alles andere als ein Ladenhüter. Am vergangenen Dienstag durfte der fleissige Autor – das Erscheinen seines Erstlings «Solothurn trägt schwarz» ist erst ein Jahr her – den Roman zusammen mit 150 Solothurn- und Krimifans gebührend in der Welt der Krimis willkommen heissen. Anders als noch vor einem Jahr las Christof Gasser nicht selber aus seinem Roman, sondern hatte zu diesem Zweck die beiden Schauspielenden Hanspeter Müller-Drossaart und Barbara Kaudelka an seiner Seite. Gasser gab Einblicke in seine Erlebnisse als Krimiautor und wurde von der Wienerin Kaudelka in charmantem Schmäh «ausgefratschelt».

Das entwickelte sich nicht zuletzt darum zu einer interessanten Plauderei, weil Kaudelka Patin für eine der Hauptcharaktere stand und durchaus als Gassers Literaturmuse bezeichnet werden darf. Eigentliches Highlight der Vernissage waren jedoch die vorgelesenen Textpassagen aus «Solothurn streut Asche». Es war eine Freude, Barbara Kaudelka und Hanspeter Müller-Drossaart zu lauschen, wenn sie von Kommissar Dornach, Jana Cranach und einem Mord in der Einsiedelei erzählten. Insbesondere Müller-Drossaart vermochte Gassers Text derart packend zu lesen, dass man sich am liebsten noch am selben Abend in sämtliche restlichen Seiten des Buches hätte stürzen wollen.

Aber auch ohne die Stimmen von Müller-Drossaart oder Kaudelka liest sich «Solothurn streut Asche» wie, nun ja, wie ein guter Krimi eben. Gasser knüpft an seinem Erstling an, kreiert gleichwohl eine in sich geschlossene Geschichte und beschwört das Böse aus dem Innersten der Ambassadorenstadt herauf. Es gelingt ihm die Figuren weiterzuentwickeln, was umgekehrt zur Folge hat, dass einem einzelne Charaktere bisweilen tierisch auf die Nerven gehen können. Darauf angesprochen meint Gasser, dass eine Figur doch erst authentisch wird, wenn sie sämtliche Gefühlsregungen im Leser erzeugt. Wir glauben es dem Autor und bedanken uns, dass Solothurn durch ihn seine eigene Krimireihe erhalten hat.

Christof Gasser, «Solothurn streut Asche»: Verlag Emons, 352 Seiten, CHF 17.90; oder direkt auf der Website von Buchhaus

 

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