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Kultürchen 12: Archäologie im Pächterhaus Solothurn

zmitz stellt im Adventskalender 2016 kleine und weniger bekannte Museen im Kanton Solothurn vor. Heute: das Archäologische Museum im Pächterhaus im Solothurner Blumensteinquartier. So alt die Gegenstände sein mögen, so jung sind die Ausstellungsräume. Kuratorim Mirjam Wullschleger von der Kantonsarchäologie beantwortet die zmitz-Fragen.

 

Seit wann gibt es Ihr Museum?
Seit November 2012.

Wie viele Leute arbeiten hier?
Für den Museumsbetrieb sind die Mitarbeitenden des Historischen Museums Blumenstein zuständig, während eine Person der Kantonsarchäologie für den Inhalt (Wechselausstellung, Führungen) sorgt.

Was ist Ihr wertvollstes, liebstes, wichtigstes (ob finanziell, von der Bedeutung, betreffend Anschaffungsaufwand usw.) Objekt?
Für mich hat jedes der über 300 ausgestellten Objekte seinen eigenen Wert: Jedes erzählt seine eigene Geschichte, von der über 10'000 Jahre alten Pfeilspitze eines eiszeitlichen Jägers, zum sonderbaren Hufschuh aus der Römerzeit bis zu den prunkvollen Gürtelschnallen vermögender Damen aus dem Frühmittelalter.

Wo haben Sie Ihre Objekte her? Kommen sie aus einer (Ihnen) übertragene Sammlung? Kaufen Sie sie auf der ganzen Welt zusammen? Sind es Schenkungen?
Die Objekte sind archäologische Funde aus der Stadt Solothurn und den umliegenden Gemeinden. Sie stammen aus älteren, aber auch aus neueren archäologischen Ausgrabungen und sind Bestandteil der Archäologischen Sammlung des Kantons. Die Marmorstatuette der Venus ist eine Leihgabe des Kunstvereins Solothurn.

Wieso sollte man demnächst mal Ihr Museum besuchen?
Weil es hier Originalfunde aus der Region Solothurn zu bestaunen gibt, die dem Besucher bzw. der Besucherin zusammen mit Rekonstruktionen, Modellen und Hörgeschichten lebendige Einblicke in die Vergangenheit geben.

Wie finanzieren Sie sich?
Mit Beiträgen von Stadt und Kanton Solothurn.

Wie viel Ressourcen wenden Sie für das Museum auf?
Je nach Anlass oder Wechselausstellung deckt die Arbeit der Kuratorin ein Stellenpensum von rund 20 Prozent ab.

Was ist Ihre Motivation, ein Museum dieser Art zu betreiben? Was ist es, das Sie «packt»?
Dass die Vergangenheit unserer Vorfahren nicht in Vergessenheit gerät. Es waren Leute wie du und ich; ihre Objekte machen sie Hunderte oder Tausende Jahre später noch fassbar.


Adresse: Blumensteinweg 12, 4500 Solothurn
Website: www.amsol.ch
Öffnungszeiten: Di-Sa: 14-17 Uhr, So: 10-17 Uhr
Eintrittspreis: frei

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