webdesign, hosting, homepages

Kultürchen 4: Synthorama Luterbach

zmitz stellt im Adventskalender 2016 kleine und weniger bekannte Museen im Kanton Solothurn vor. Heute: das Synthorama in Luterbach. Hier hat Sammler Martin Hollinger seine Leidenschaft zum Museum gemacht und dreissig Jahre lang gesammelt. Er beantwortet die zmitz-Fragen.

 

Seit wann gibt es Ihr Museum?
Das Museum in dieser Art öffnete im Juni 2000. Davor hatte ich über hundert Instrumente in einer Dreizimmerwohnung in Bellach.

Wie viele Leute arbeiten hier?
Ich arbeite alleine.

Was ist Ihr wertvollstes, liebstes, wichtigstes (ob finanziell, von der Bedeutung, betreffend Anschaffungsaufwand usw.) Objekt?
Das wertvollste Objekt ist mein Moog 3C Modularsystem, mein liebstes der rote Moog Liberation.

Wo haben Sie Ihre Objekte her? Kommen sie aus einer (Ihnen) übertragene Sammlung? Kaufen Sie sie auf der ganzen Welt zusammen? Sind es Schenkungen?
Die Sammlung trug ich in den letzten dreissig Jahren zusammen. Ein grosser Teil ist aus der Schweiz und Deutschland, viele Instrumente sind aus den USA und aus anderen Ländern Europas und aus Russland. Einen Grossteil der Instrumente holte ich selber in den entsprechenden Ländern ab.

Wieso sollte man demnächst mal Ihr Museum besuchen?
Das Museum ist meines Wissens die grösste Sammlung in Europa, welche den Besuchern zugänglich ist. Die BesucherInnen können hier die meisten ausgestellten Instrumente anspielen und die Klänge geniessen. Damit alle ungestört spielen können, sind unter den Tischen Kopfhörerverstärker angebracht.

Wie finanzieren Sie sich?
Aus Eigenmitteln. Ich lege jedes Jahr mehrere Tausend Franken an Unterhaltskosten drauf, damit ich das Museum erhalten kann, die Eintrittseinnahmen reichen bei Weitem nicht aus.

Wie viel Ressourcen wenden Sie für das Museum auf?
Ich leite das Museum alleine. Das Reinigen der Räume und der Instrumente monatlich nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Im Winterhalbjahr kommen dann die eventuell anfallenden Reparaturen der ausgestellten Synthesizer dazu, was ebenfalls sehr viel Zeit und Geduld braucht.

Was ist Ihre Motivation, ein Museum dieser Art zu betreiben? Was ist es, das Sie «packt»?
Der Klang von Synthesizern faszinierte mich schon in der Kindheit, mein erstes Instrument baute ich 1974. Die Sammlung ist relativ gross und ich habe hier eine Möglichkeit geschaffen, Musikinteressierten die Instrumente näher zu bringen, damit sie sie auch ausprobieren und die Klänge geniessen können, welche zum Teil aus der Rockmusik der siebziger und achtziger Jahre her bekannt sind.


Adresse:
Hauptstrasse 15, Luterbach
Website: bisschen lang, drum kurz hier
Öffnungszeiten: jeden 1. Samstag im Monat von 10-16 Uhr (Januar geschlossen)
Eintrittspreis: Erwachsene CHF 14, Kinder, Schüler und Studenten CHF 10.
Wenn möglich Kopfhörer mitbringen

Logo Zmitz300cont