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Von Damaskus nach Chicago

zmitz-Blogger Mirco Koch hat sich Claudia Stephanis CD angehört und sich dabei auf einen Ritt durch die Prärie gemacht.

Ich sage es gleich vorweg: Claudia Stephanis CD gefällt mir! Nach einem überraschenden Intro – man bekommt das Gefühl als knistere eine steinalte Vinyl-Single aus der Stereoanlage – geht die Reise los. Der Bass zieht, der Männerchor singt und die Trompete finde ich eh super! Es gleicht einem Ritt durch ein unbekanntes Land. Ein Land in dem die Unschuld verloren geht. So singt es Stephani im Opener «Take a Ride».

take a ride

I'm on my bike
brought all the medicine
I've needed this ride
to lose my innocence
 
now I'm on the road
to an uncertain place
won't we ever know
was it the right time to leave
 
lost only love
couldn't find the right words
just anyhow
in this town far from home
 
but for just one man
so free a lifetime ago
will I never leave
this little town for him and peace
 
but for men like these
so free a lifetime ago
do we have to leave our home sweet home
for their love and peace

Mich hat sie schon beim zweiten Stück «Sweet Lover» um den Finger gewickelt und als treuen Begleiter gewonnen: Ich sattle also mein Pferd, suche meine Gitarre, ein bisschen Proviant und mache mich auf die Reise durch die zwölf Songs auf «Take a Ride» – so heisst Claudia Stephanis erste CD. Meine Ziele heissen «Damaskus» oder «Chicago». In «Sicily» verbrenne ich mir auf dem heissen schwarzen Vulkansand die Füsse und in «Heaven ist not far» kann ich sogar fliegen.

Um die CD ins Herz zu schliessen, sollte man Folk und Country mögen. Stephani ist eine Singer-Songwriterin im Stile einer Suzanne Vega – entsprechend tönt die CD. Und die CD tönt wirklich gut! Wenn man auf Stephanis Homepage oder auf dem CD-Booklet nachforscht, findet man eine Erklärung: Stephani hat eine erstklassige Crew um sich geschart. Die Lieder, die in der Hochschule der Künste Bern entstanden, wurden in den Somastudios in Zofingen ins allerbeste Licht gerückt. In diesem Studio haben beispielsweise auch die Solothurner «The Failures» mit «Cheapest Rock» oder Heidi Happy mit «On the Hills» wunderbare Produktionen gemacht.

Auf «Take a Ride» gibt es Songs, die tönen beschwingt und leicht, wie «The Story has been told». Dieses Stückt stimmt mich froh. So sollte ich den Tag beginnen. Andere packen mich am Schopf und brennen sich direkt in mein musikalisches Hirnzentrum, beispielsweise «Sweet Lover». Daneben gibt es auch Besinnliches. «Sicily» ist der passende Soundtrack für einen herbstlichen Ausritt. Apropos Soundtrack: «Mama» tönt nach Enno Morricone mit sehr cooler E-Gitarre und einer «Spiel mir das Lied vom Tod»-Mundharmonika. Mein Nackenhaaraufsteller-Song heisst «Damaskus» mit glänzender Trompete und einer Harmonie, die mich fern an Nick Cave erinnert, dazu ein liebliches Cello am Ende. Mit «Drops on my feet», meinem Liebsten, endet die Reise nach rund ¾ Stunden und ich mache, was ich empfehle: Ich drücke auf Play und wiederhole die Reise ein um das andere Mal. Kaufen!

Weitere Infos zu Claudia Stephani gibts auf ihrer Website (hier).

 

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