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Nähkästchen-Geschichten: Erinnerung an Gotthard − oder eben nicht.

«Plaudere doch ein bisschen mehr aus dem Nähkästchen», meinte vor kurzem sinngemäss Blogger Marcel und spielte auf meine Karriere als Rock-Grossmutter an. Oder so. Herausforderung angenommen. Los geht's.

Manchmal ärgere ich mich, dass ich nicht ein Konzerttagebuch geführt habe. Wen habe ich in den vergangenen etwas über 20 Jahren schon alles auf der Bühne erlebt? Wen habe ich während meiner Zeit als Cateringverantwortliche im Kofmehl alles bewirtet? Und was für Geschichten dabei erlebt?

Heute Abend stehen «Gotthard» auf der Kofmehl-Bühne. 1994 waren sie für ein Konzert im Konzertsaal Solothurn. Zusammen mit einer Freundin war ich nach Schulschluss in der Stadt unterwegs. Auf der Höhe «Storchen» entdeckten wir auf der Wengibrücke ein paar langhaarige, in Jeans gewandete Jungs. Die Freundin geriet aus dem Häuschen: «Das müssen die Typen von Its Alive, der schwedischen Vorband von Gotthard sein.» Aufgeregt verfolgten wir die Jungs. Sie steuerten aufs Melody in der Vorstadt zu. Dort nahmen wir unseren Mut zusammen und fragten sie, ob sie wirklich «Its Alive» seien. Sie waren es! Wir zwei, braven Mädels, fielen schier in Ohnmacht. Plauderten mit den Jungs und sie luden uns ein zum Konzert am Abend. 
Vor dem Konzertsaal durften wir Fotos mit ihnen schiessen. Wir kauften uns überdimensionierte Fan-Shirts und fühlte uns wie die absolut wilden Groupies, als uns der Bassist Peter Kahm und der Sänger Max Martin von der Bühne her zuwinkten. Anschliessend gab es Autogramm und dann düsten wir heim. Besser gesagt, wir schwebten.

Tagsdarauf – ach was... taaaaaaagelang – nervten wir unsere Schulgspänli, trugen nonstop dieses furchtbare Shirt und hatten ständig ein Dauergrinsen auf den Lippen. Wir haben die Band später noch in Moutier getroffen, ihnen einen Fanbrief geschrieben, einen Brief inkl. Foto zurück erhalten und dann den Kontakt verloren. Gotthard war zu jeder Zeit absolut zweitrangig. In Erinnerung blieben die Schweden.

Ach... und um auf Blogger-Kollege Marcel zurück zu kommen. Er erzählte mir vergangene Woche, was aus dem Sänger von «Its Alive» geworden ist. Max Martin, der damals mit mir anbandeln wollte, ist laut Wikipedia − haltet euch fest!!!: «... the songwriter with the third-most number-one singles on the chart, behind only Paul McCartney and John Lennon». Okay, nun bin ich doch ein Bitzeli stolz.

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