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Die Vierte Gewalt an den Filmtagen

zmitz-Bloggerin Mirjam Staudenmann hat sich an den Filmtagen den Film «Die Vierte Gewalt» von Dieter Fahrer zu Gemüte geführt. Was dies mit zmitz zu tun hat? Lest selber!

Der Film «Die vierte Gewalt» trifft den Zeitnerv. Das sagt auch Dieter Fahrer zu Beginn der «projection». In der ganzen Schweiz sind die Medien im Moment Thema – und auch in Solothurn ist der Wandel spürbar. So ist das Joint Venture zwischen der NZZ-Mediengruppe und den AZ Medien sicherlich nicht entstanden, weil sich die beiden CEOs gerade eben sympathisch fanden. Dieser vom Kostendruck getriebener Akt wird gemäss Experten für die AZ-Leser/innen – und somit auch für jene der Solothurner Zeitung und des Grenchner Tagblatts – früher oder später Abstriche bedeuten. Abstriche innerhalb der Medienlandschaft kennen wir Solothurner/innen ja. Nachdem 2009 das Solothurner Tagblatt verschwunden ist und die Solothurner Zeitung mehr und mehr sparen musste, war es auch mit der Kultur-Berichterstattung nicht mehr so weit her. Und deshalb – tataa – gibt es schliesslich auch zmitz.

Doch es könnte noch weiter gehen. Es sind ja nicht nur Printmedien unter Druck. Am 4. März entscheidet sich – bezogen auf den Platz Solothurn – ob wir noch regionale Berichterstattung in Radio, Fernsehen und deren Online-Plattformen geniessen dürfen. Bei einem Ja zu No-Billag würde auch zmitz nicht mehr viel nützen.

Nun aber zum Film: Der nimmt genau diese Thematik auf. Besucht Redaktionen; unter anderen jene des «Bunds», wo die Einflussnahme durch Tamedia nach deren Übernahme thematisiert wird. Aber auch das «Echo der Zeit» und das AZ-Newsportal «Watson», das vor allem auf Social Media präsent ist und nicht darum herumkommt, sich über Werbegelder zu finanzieren. Und die «Republik», die dank Foundraising-Geldern zum Fliegen kam und nun in der Luft bleiben soll.

Die Thematik des Kostendrucks ist in «Die Vierte Gewalt» allgegenwärtig. Journalisten erklären, wie sie dem entgegenhalten, und geben in knackigen, treffenden Aussagen ihr Verständnis ihres Berufs wieder. Der Film hat es geschafft, das Thema dem Publikum (noch) näher zu bringen. Mir persönlich hat der Titel mehr versprochen: Der Ausdruck «Vierte Gewalt» setzt sich schliesslich mit den drei klassischen Staatsgewalten gleich. Was bedeutet das gerade in diesen Zeiten? Ich hoffe mehr als der reine Abbau.

Mehr zum Film und zum Kinostart auf der Website des Films

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